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Prävention – Risikofaktoren

Prävention – Risikofaktoren

Prävention – die frühzeitige Erkennung und Beeinflussung negativer Einfluss-Faktoren auf das Herz-Kreislaufsystem – rückt zunehmend ins Zentrum unserer medizinischen Bemühungen. Wenn ungünstige Risikofaktoren (s.u.) rechtzeitig erkannt werden, können Modifikationen der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, Bewegung/Sport und manchmal auch aktive medikamentöse Prophylaxe das spätere Auftreten manifester Herz-Kreislauferkrankungen vermeiden.

Unter Risikofaktoren verstehen wir Einflüsse, die die Entstehung oder das Fortschreiten der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) begünstigen und so zu Durchblutungsstörungen und schließlich zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. (Zur Früherkennung siehe auch unser Leistungsspektrum)

Die bedeutendsten Risikofaktoren sind:

  • erhöhte Cholesterinwerte, insbesondere das ungünstige LDL oder das Lipoprotein(a)
  • Zigarettenrauchen
  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel 
  • familiäre Belastung für Herzinfarkt oder Schlaganfall

 

Ein großes Problem unserer westlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ist, dass sich viele Risikofaktoren schleichend einstellen, lange keine Beschwerden verursachen und daher meist spät (manchmal zu spät) erkannt werden. Einige der Risikofaktoren lassen sich beeinflussen, andere nicht (Alter, Geschlecht, Erbanlage). Im Sinne einer gezielten Prävention versuchen wir mit unseren Patienten, die sogenannten „modifizierbaren“ Risikofaktoren (Fettstoffwechselstörungen/Cholesterin, Nikotinabusus, Zuckerkrankheit, Bewegungsmangel) frühzeitig zu erkennen und positiv zu beeinflussen.

Faktor heißt, daß sich diese sich Risikofaktoren gegenseitig zu einem Gesamtrisiko multiplizieren und nicht etwa nur addieren.

Je mehr man von sich weiß, umso gezielter kann man sich um seine gesundheitliche Zukunft kümmern. Oft wissen Patienten gar nichts von Ihren Risikofaktoren, da diese zunächst jahrelang keine Beschwerden verursachen. Ziel unserer Bemühungen ist es, durch Früherkennung bereits in diesen Anfangsstadien Risikofaktoren zu identifizieren um gezielt gegensteuern zu können. Basis der Therapie ist stets eine Aufklärung über mögliche eventuell notwendige Änderungen des Lebensstils z.B. der Ernährung, der sportlichen Bewegung, Gewichtsreduktion und Nikotinabstinenz. Sollten diese Massnahmen nicht zum Erfolg führen, kann in manchen Fällen eine medikamentöse Therapie z.B. zur Cholesterinsenkung notwendig werden.

 

Insbesondere bei erhöhtem familiären Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall oder bei Vorliegen anderer oben genannter Risikofaktoren sollte daher auch bei Beschwerdefreiheit bereits eine Vorsorgeuntersuchung zur Einschätzung des kardiovaskulären Gesamtrisikos erfolgen. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen diese Bemühungen auch bei gesunden Personen mit sogenannten „Check-up“-Untersuchungen (incl. Bestimmung des Cholesterins und des Blutzuckerspiegels im Urin, Blutdruck-Messung) alle 2 Jahre ab dem 45. Lebensjahr. Zur erweiterten Risikoabschätzung bieten wir darüberhinaus speziell kardiologische Untersuchungen zur Früherkennung (z.B. Duplex-Sonographie der Halsgefäße zur Identifizierung bereits sichtbarer Ablagerungen, Pulswellenanalyse und zentraler Blutdruck der großen Gefäße) oder die Stress-Echokardiographie zur Diagnostik von koronaren Durchblutungsstörungen als individuelle Gesundheitsleistungen an (siehe auch unser Leistungsspektrum).